Amazon Fresh
Bei den Amerikanern weiß man derzeit nicht so genau, woran man jetzt ist. Aber Amerikas Geschäftsmethoden hin oder her, manche Ideen aus den Vereinigten Staaten haben das Potential zu etwas Großem. Beispiel Computer-Technologie wie die von Microsoft, Apple, Amazon, Google. Sie setzen Zeichen, Standards, geben Trends vor, verändern Märkte und neue Konsumgewohnheiten.
Manchmal entstehen dabei Ideen, die auf den ersten Blick hin verrückt erscheinen. Wie das im Falle des selbstfahrenden Autos gehen soll. Oder gar Lkws, Bus, Zug...? Will man auf Kosten der Sicherheit die Kosten für einen Menschen einsparen? Was im Falle einer Umleitung, einer Panne, eines technischen Defektes? Was ist, wenn die Steuerung ausfällt, gehackt, manipuliert wird?

Die neueste Idee von Amazon ist, auch Lebensmittel auszuliefern. Berlin als Testmarkt. Na und? Wer würde da bestellen wollen? Wäre das eine neue Konkurrenz für Rewe, Aldi, Lidl und Co? Von heute auf morgen sicher nicht. Aber in ein paar Jahren sieht das anders aus. Schließlich hat Amazon auch einige Jahre gebraucht, um zu dem Konzern zu werden, der er jetzt ist. Mit einer Mischkalkulation von Jahresbeitrag, Mindestauftrag, dem passendem Angebot könnte das etwas werden.




Schloss Spangenberg wieder eröffnet
Als der letzte Pächter, die Familie Wichmann, vor jetzt etlichen Jahren die Bewirtschaftung des Schlosshotels beendete, dachte vermutlich niemand so recht, dass die Suche nach einem kompetenten und interessierten Nachfolger so extrem schwierig sein könnte. Dazu kamen Sturmschäden hinzu, die Anlass zu weiteren kostspieligen Sanierungsmaßnahmen erforderten. Sie stellten die Geduld und Gelassenheit der neuen Pächter erheblich auf die Probe. Aber Ende gut Alles gut!

Ab dem 1.6. zeigt sich das Schloss im Inneren wieder im besten Sinne von seiner schönsten Seite. Und auch die Gastronomie, unter dem Schlagwort "Land-Gastwirtschaft", möchte mit einer exzellenten Mischung von alten und neuen traditionellen Rezepten glänzen. Das Hotel bietet 28 Zimmer und eine Hochzeitssuite, ein Trauzimmer, zwei Veranstaltungsräume und die dazugehörende Technik.



Fotografie, Luftaufnahmen, Film



Neues Boxcamp
Prävention statt Gewalt. Die Stadtjugendpflege in Gudensberg, in Verbindung mit dem TSV Eintracht, möchte Jugendlichen die Teilnahme an einem Boxunterricht anbieten. Sport statt Aggression heißt die Devise. Junge Leute sollen von der Straße weg und sich lieber mit sportlichen Regeln messen.

Stattfinden wird das Training - wenn die Räume eingerichtet sind - im Zentrum der Stadt, im Gebäude des früheren Kaufhauses Trossmann. Als Trainer konnte die Stadt den bekannten Boxer Ozcan Cetinkaya gewinnen.



Uni Kassel: Fachbereich
Bauingenieurwesen gründet
Institut für Wasser, Abfall, Umwelt
Von Abfallbehandlung über sauberes Trinkwasser bis hin zu Hochwasserschutz und Wasserkraft: mit einem breiten Forschungsspektrum geht das Institut für Wasser, Abfall, Umwelt (IWAU) an den Start. Das neue
Institut des UNIK-Fachbereichs Bauingenieurwesen wird am 19. Mai eingeweiht. Getragen wird es von den Fachgebieten Abfalltechnik, Siedlungswasserwirt-schaft sowie Wasserbau und Wasserwirtschaft.

Themenschwerpunkte des IWAU sind sauberes Trinkwasser weltweit, innovative und kosten-günstige Verfahren, um Abwässer zu reinigen oder die Erzeugung und Nutzung von Biogas, Schutz und Verbesserung der Gewässerqualität, umweltverträglicher Hochwasserschutz, Nutzung der regenerativen Energiequelle Wasser, Lebensraum Fließgewässer. Gewässerentwicklung und Re-naturierung sind ebenso Themen wie Recycling und Wertstoffkreisläufe, thermische Verwertung von Abfällen oder Minimierung der Abfalltransporte.



www.axcente.de





Melsungens erste Stromtankstelle
In Sachen Tanken gibt es ja immer wieder Überraschungen bezüglich der Spritpreise. Da fiel schon die Einweihung einer Stromtankstelle aus dem Rahmen. An der Radko-Stöckl-Schule steht nun das Wunderwerk neuer Technik und wartet auf so manche neue Kunden.

Das könnten viele werden, falls der Preis für Elektroautos drastisch sinken würden. Derzeit mutet wegen dem hohen Anschaffungspreis so ein Kauf recht exotisch an. Die Schüler der Melsunger Berufsschule werden diese innovative Solartankstelle wohl selbst kaum nutzen können. Das kann sich aber bald ändern.



Front gegen neue Stromstrasse
Die neue Hochspannungstrasse - vom Unternehmen Transpower geplant - soll u.a. auch durch den Schwalm-Eder-Kreis geführt werden. Das kommt nicht gut an, erste Bürgerinitiativen haben sich bereits gebildet. So ist man in Guxhagen dagegen, dass die Masten mit einer Riesenhöhe von 65 Metern das Landschaftsbild beeinträchtigen. Zudem wird befürchtet, dass zudem gesundheitliche Schäden der Bevölkerung durch die entstehenden starken magnetischen Felder auftreten können.

Da die vorgesehene Trasse an Wollrode, Albshausen, Körle, Röhrenfurt, Malsfeld und Morschen führen soll, befürchten die betroffenen Gemeinde ebenso negative Folgen für Gesundheit und Landschaftsbild. Gefordert wird eine Kabelführung unter der Erde, die allerdings etwas teurer für das Unternehmen sein dürfte.



Günstig mobil sein
Fahren mit Bahn und Auto ist teuer. Günstiger sind manchmal Fahrten mit dem Bus. Eine Reihe von Angeboten finden sich im Internet, zum Beispiel www.deinbus.de. Die Bahn hatte zunächst dagegen geklagt und verloren, vor dem Hintergrund geplanter neuer Gesetze zur Liberalisierung des Fernreiseverkehrs mit dem Bus, zog das Unternehmen allerdings vor, kein Rechtsmittel gegen ein Urteil einzulegen.

Eine interessante Möglichkeit, sich zu Gruppen zusammenzuschließen, um günstigere Preise für Gruppentickets zu ergattern, findet sich unter raumobil.de. Ganz flexibel und bequem funktionieren Fahrgemeinschaften über kürzere und längere Strecken mit dem Auto. Die größte deutsche Seite dürfte mitfahrgelegenheit.de sein. Nach eigenen Angaben finden sich hier rd. 1.700.000 registrierte Nutzer, die mehr oder weniger häufig von den Angeboten Gebrauch machen. Weniger Mitglieder besitzt die mitfahrzentrale.de. Sehr gute Bewertungen findet die Mitfahrzentrale blablacar.de.



Zeit für das Gartenfest
Launige Zeitgenossen behaupten, Gartenarbeit sei etwa wie Yoga für die Seele. Sich mit der Natur, den Pflanzen und ihren Bedürfnissen zu den verschiedenen Jahreszeiten zu beschäftigen, sei zudem ein schöner Ausgleich zu dem manchmal oder oft nicht leichten Alltag. Gartenfreunde setzen sich mit ganzer Hingabe und Leidenschaft für das Grüne und farbenfrohes Blühen ein und freuen sich, wenn die Arbeit von Erfolg gekrönt wird.
Jetzt ist wieder so eine Hauptsaison, sagt der Kalender und ein Blick in die Natur. Im Garten geht es rund mit den kleinen Pflänzchen, die schnell groß werden sollen. Da kam das Gartenfest in Kassel-Calden, genauer gesagt im Schlosspark Wilhelmsthal, gerade recht. Stadt- u. Landmenschen, passionierte Gartenfreunde wie Hobbygärtner fanden bestimmt neue Ideen, Anregungen rund um Garten, Pflanzen wie Zubehör. Die Aussteller wollen aber dabei eine besondere Atmosphäre für alle Sinne bieten, anders als via Internet. Dazu bietet die historische Schlossanlage mit dem weitläufigen Landschaftsgarten die passende Umgebung. Das Wetter war dazu wie bestellt. Details zu den nächsten, kommenden Veranstaltungen finden Sie überdies unter gartenfestivals.de.


Bad Hersfelder Festspiele im Vorverkauf
Anlässlich der Dreharbeiten zum Einspieler für das Stück "Luther - der Anschlag", unter der Regie von einem bestens gelaunten Dieter Wedel, konnte man von starker Nachfrage hören. Bereits jetzt sei das Interesse sehr groß, und man geht von Zusatzaufführungen aus. Die Planungen, Vorbereitungen scheinen ohne Probleme zu laufen und das offenbar völlig störungsfrei. Die Festspiele sind vom 13.6. bis 22.8. geplant, also nicht mehr lange hin.
Bereich Schauspiel: Martin Luther - der Anschlag / Hexenjagd / Das tapfere Schneiderlein / Die 39 Stufen.
Musical: Titanic / My Fair Lady.
Konzerte: Max Giesinger / Laith Al-Deen / Italienische Nacht.
Vorträge und Führungen: Einführungsvorträge / Backstageführungen.
Weitere Infos siehe Webseite unter www.bad-hersfelder-festspiele.de.

Ergänzend wird es im benachbarten Wortreich Sonderaktionen geben. Das Wortreich steht für erlebbare Sprache und Kommunikation. Es ist täglich geöffnet. Siehe auch unter www.wortreich-badhersfeld.de.



Hannover Messe erfolgreich beendet
Die große Industrieschau präsentierte bis 28. April die neuesten Entwicklungen und Trends der Wirtschaft. Vor allem Neuerungen im Bereich Roboter sorgten bereits in der Vergangenheit immer wieder für hohe Aufmerksamkeit. Dahinter steht natürlich, dass man einzelne, sich permanent wiederholende, Tätigkeiten als maschinell ausführbar programmieren könnte, andererseits geht die Entwicklung weiter in den Entscheidungsbereich. D.h. Maschinen sollen so intelligent werden, um selbst einzelne komplexe Bewertungen selbst vornehmen, die bisher vom Arbeiter oder Angestellten entschieden wurden.

Wer einmal große Werkshallen besichtigen durfte, wird sich bestimmt gewundert haben, wieviel Technik vorgehalten wird, um die Abläufe zu steuern und wie wenig Personal dafür notwendig ist. Erstaunlich und alarmierend zugleich. Ein neuer Trend sind die selbstfahrenden Fahrzeuge. Ein komisches Gefühl, sich vorzustellen, dass auf der Autobahn oder im städtischen Straßenverkehr diese Fahrautomaten eingesetzt werden. Früher oder später auf jeden Fall. Selbst Apple testet schon derzeit selbstfahrende Autor im sonnigen Kalifornien. Vermutlich geht es eher um die Softwareentwicklung, die an einem Satelitensystem angebunden sein müsste bzw. muss, um ein sicheres Navigieren zu gewährleisten.

Auf der Hannover Messe standen die wichtigsten Ausstellungsbereiche u.a.: Energie, Wirtschaft im globalem Kontext, Industrielle Fertigung, Zulieferfirmen stellten sich und Anwendungen vor, ebenso Forschung und Technik, Beruf und Karriere.


Rauchzeichen über Kassel
Ab dem 8. April werden sich viele über den Rauch am Kasseler Friedrichsplatz wundern. Das Rauchzeichen ist Teil der Kunstausstellung documenta 14. Die Feuerwehr war bei einer Probe schon vor Ort und hat ihrerseits nichts gegen die Kunst aus Rauchmaschinen à la Hollywood. Rauch und Qualm hat aus allgemeiner Sicht ja eine mehrfache Bedeutung. In 1943 ist der Zwehrener Turm, auf dem die Maschinen installiert sind, der übrigens ein alter umgebauter Rest der Stadtmauer ist, bei der Bombardierung durch britische Flugzeuge zerstört worden. Er kann aber auch symbolhaft an andere Zerstörungen in der Vergangenheit und Gegenwart erinnern. Der Künstler Daniell Knorr möchte seine Installation aber nicht rein politisch, und schon gar nicht schwarz weiß, verstanden wissen.
Kassel steht nun ganz im Zeichen der documenta, die in Athen beginnt (vom 8.4. bis 16.7.) und sich im zweiten Schritt dem Publikum in Kassel stellen möchte (vom 10.6.-17.9.). Es bleibt zu hoffen, dass die lästigen Straßenbauarbeiten bis dahin abgeschlossen sind. Man darf wieder einmal gespannt sein.


Neues aus dem Wildpark Knüll
"Bärenstark und bienenfleißig" ist das Motto des Wildpark Knüll in diesem Jahr lauten. Das Bärengehege wird 10 Jahre alt und gilt derzeit als der Besuchermagnet schlechthin. Bären verstehen sich auch als Liebhaber von Honig und bekommen davon regelmäßig eine kleine Kostprobe. Bienen wiederum gelten sprichwörtlich als sehr fleißig und haben es heute grundsätzlich sehr schwer. Es fehlen immer mehr naturnahe Räume mit verschiedenen Blütenpflanzen, Kräutern, Stauden. Sie werden Straßen- und anderen Bauprojekten geopfert. Die Landwirtschaft beschränkt sich mehr und mehr auf Monokulturen und setzt extrem wirksame Pflanzengifte, u.a. Glyphosat, ein, was auch Auswirkungen auf Insekten zur Folge hat. Dann kommen noch natürliche Feinde wie Milben und Krankheiten hinzu, die schnell das Aus für ein Bienenvolk bedeuten.
Dabei sind Bienen für die Landwirtschaft und die Natur allgemein sehr wichtig. Dies alles soll verstärkt der Öffentlichkeit deutlich gemacht werden.

Anfang April veranstaltete der Wildpark bereits das sogenannte Bärenfest. Im Mai soll dann mit dem Bau eines neuen Waschbärengeheges begonnen werden. Als Mitbewohner sind zwei Enok-Exemplare vorgesehen, eine Art Marderhund, die sich das Terrain mit Teich und Bachlauf friedlich teilen sollen. Weiteres ist in Planung oder Vorplanung, wie u.a. einen Raum für Fischotter zu bieten.


Flughafen Kassel-Calden
Neuer Trend für den Flughafen? Trotz aller Schwierigkeiten ist das Management bemüht, neue Verträge im Frachtgeschäft, im Linien- und Tourismusbetrieb zu generieren. So heißt es, eine neue Fluglinie mit dem Namen Aegean werde im kommenden Jahr in Calden starten.Sonderreiseziele mit der Firma Globalis Erlebnisreisen seien für das Frühjahr 2017 vereinbart. Zum Beispiel werden dann Destinationen nach Danzig, Kalabrien, die Kanalinseln, Süditalien usw. angeboten. Auch einige Reisebüros haben Kassel-Calden in Ihre Angebote eingebaut und ein Sportgeschäft offeriert zum Beispiel interessante Ski-Touren in die Alpen. Das Beste dürfte vor allem sein: Schauinsland hat Sonnenziele ab diesem Jahr im Angebot. Anlässlich einer Touristik-Offensive im Flughafen vor ein paar Tagen wurde bereits fleißig gebucht. Das hört sich auf jeden Fall richtig gut an.


Sammlung Störy jetzt im PS.Speicher
Es ist vollbracht: In mehreren Schritten sind insgesamt 260 Kleinwagen und Motorräder aus dem ehemaligen Kleinwagenmuseum Störy in den vergangenen drei Jahren zum PS.SPEICHER überführt worden, vor wenigen Tagen traf auch das letzte Stück der Sammlung wohlbehalten im niedersächsischen Einbeck ein. Ab 2018 soll die größte Keinwagensammlung der Welt wieder zugänglich sein. Die seit 2005 nicht mehr öffentlich zugängliche Sammlung der kleinen Wirtschaftswunderauto soll im PS.SPEICHER im Jahr 2018 zumindest in Teilen wieder zu sehen sein. Ab der zweiten Jahreshälfte diesen Jahres sollen die Fahrzeuge auch bereits in den Depots an einzelnen Tagen und für Gruppen nach Voranmeldung zugänglich gemacht werden.

Die Kleinstwagen der Nachkriegszeit repräsentieren im PS.SPEICHER, der über 300 Motorräder und Automobile in ihren jeweiligen historischen Kontexten zeigt, eine wichtige Epoche des Automobilbaus. Nachdem sich der Drang zur individuellen Mobilität in der Wirtschaftswunderzeit zunächst in steigenden Zulassungszahlen von Motorrädern ausdrückte, folgte ein Boom von kleinen Personenkraftwagen. Da viele dieser Modelle - wie beispielsweise das Fulda-Mobil oder der Zündapp Janus - nur über einen kurzen Zeitraum und in Kleinserien produziert wurden, findet man heute kaum noch gut erhaltene Exemplare.

Zu den Raritäten der Störy-Sammlung gehört ein Kleinschnittger Spezial aus dem Jahr 1954. Das kleine Cabrio mit 250 cm3 Hubraum und 15 PS ist ein Unikat, das der Autokonstrukteur Paul Kleinschnittger persönlich 1954 für Repräsentationszwecke und sonntägliche Familienausflüge herstellen ließ. Ein weiterer Höhepunkt auf der Liste der Exponate, die bereits im PS.SPEICHER ausgestellt sind, ist ein Champion Ch2. Von diesem Modell fertigte der Hersteller Hermann Holbein in 1949 und 1950 nur elf Exemplare. Ein Einzylinder-Triumph-Motor mit 6,5 PS beschleunigte das Minimodell immerhin auf bis zu 60 Stundenkilometer. Sicher werden bis 2018 noch einige weitere der seltenen Preziosen ihrem Dornröschenschlaf erwachen, um dann die Besucher des PS.SPEICHER in Einbeck zu überraschen. (Für das Navi: Einbeck, Jahnstraße!).


Kasseler Stadtmuseum
Nach längerer Sanierung sowie Um- und Anbau ist nun das Kasseler Stadtmuseum mit einem Festakt wieder eröffnet worden. Der Besucheransturm am erstenTag war gewaltig, das Interesse riesengroß. Die Kosten seien zwar erheblich über dem Soll gewesen, musste Kassels OB bekennen, doch letzten Endes sei das kulturelle Erbe der Stadt ein wichtiges Anliegen an die Gegenwart und auch, dieses Vermächtnis an künftige Generationen weiter zu geben. Der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren sei kostenfrei, meinte Bertram Hilgen, denn die Stadt halte es für notwendig, die neue Generation mit der Geschichte und Entwicklung Kassels bekannt und vertraut zu machen.

Die Ausstellungsgestaltung ist übersichtlich gehalten und präsentiert eindrucksvoll Dokumente der vergangenen Epochen. Sie gibt u.a. Einblicke zu den Themen "Residenzstadt", "Der Aufstieg des Bürgertums", "Krieg und Frieden". Es finden sich Modelle zur Stadtentwicklung und eines zeigt die Zerstörungen im Jahr 1945 im Maßstab. Viele Abbildungen, Ausstellungsstücke von "damals" gibt es und bringen den Betrachter zum Nachdenken, Vergleichen und Staunen, samt Überraschungen.


Kommt die Stromtrasse?
Keiner will sie haben, dennoch wird sie gebaut. Jedenfalls, wenn es nach der Bundesregierung und dem Netzbetreiber Tennet geht. Die 380 Volt-Leitung wird auch ein Stück durch den Schwalm-Eder-Kreis laufen und zwar oberirdisch. Wenn es vormals hieß, man wolle Erdverkabelung präferieren, so ist jetzt keine Rede mehr davon. Starttermin dürfte zum Ende dieses Jahres sein. Von Norden kommend, beginnen die Leitungen bei Guxhagen; an Melsungen und Malsfeld führen sie dann vorbei und laufen durch die Gemarkungen der Gemeinde Knüllwald. Danach werden sie in Richtung Landkreis Bad Hersfeld geführt. Proteste betroffener Bürger und Kommunen scheinen die Verantwortlichen und die Bundesregierung derzeit wenig zu stören. Etwa an die 100 Einwände gibt es im Schwalm-Eder-Kreis. Vor allem gelten gesundheitliche Bedenken vor den Auswirkungen der Hochspannung als nicht ausgeräumt.


Fotoausstellung Eberth Cassel
Das früher sehr bekannte Fotogeschäft Eberth in der Friedrich-Ebert-Str. (früherer Name:: Hohenzollernstraße) hinterließ der Stadt Kassel eine beträchtliche Menge historisch wertvollen Bildmaterials. Die Auswertung und Digitalisierung machte viel Arbeit. Die Fotografen waren seit den 30er Jahren in unterschiedlichen Bereichen tätig. Die Motive sind teilweise privater Natur, teils offizielle Auftragsarbeiten zu Reportagen. Da die Zusammenhänge und die Hintergründe zum Material aus den Unterlagen des Nachlasses der Firma Eberth nicht hervorgingen, musste auswändig recherchiert werden. Straßenzüge, Gebäude, Feste u.a. sprechen aber für sich und lassen den Betrachter erahnen, wie es in der Stadt früher ausgesehen hat und wie sich das Stadtbild nach der Zerstörung langsam bis zum Jahr 2005 veränderte.
Die Ausstellung im Stadtmuseum - wo derzeit noch gebaut wird - geht bis zum September 2016.


Neues Projekt "Living Lahn"
Sicher gilt die Lahn als eine der markanten Flüsse in Hessen. Sie entspringt dem Rothaargebirge und schlängelt sich durch den Kreis Marburg-Biedenkopf an den Universitätsstädten Marburg und Gießen vorbei, wird breiter und strömt dann Richtung Weilburg und Limburg, um dann später in den Rhein zu fließen. Obwohl die Wasserqualität bereits recht gut ist, soll sie noch besser werden. Ein weiteres Ziel ist, dem Flusslauf, der im 19. Jahrhundert durch den Mensch leider sehr stark verändert wurde, wieder mehr von seinem ursprünglichem Charakter zurückzugeben. Darüberhinaus will man weiteren Wünschen und Anforderungen zur Umweltverträglichkeit, Wasserqualität, den Lebewesen im Fluss, dem Hochwasserschutz und nachhaltigem Tourismus gerecht werden. Für diese ambitionierten Ziele gibt es Förderprogramme und -gelder in Millionenhöhe. Das Programm soll über die Dauer von 10 Jahren aufgelegt werden. - Eine Wunschvorstellung für die Flüsse Werra und Weser.


Neuer HR-Intendant
Seit dem ersten März hat der Hessische Rundfunk einen neuen Leiter. Es ist der 59-Jährige Manfred Krupp. Er hat lange Erfahrung beim diesem großen Sender aus Hessen, also ist kein Fremdimport, der sich mühsam und beschwerlich erst einarbeiten müsste. Eine Findungskommission hatte den bisherigen Intendanten-Stellvertreter vorgeschlagen, der darauf hin vom Aufsichtsratgremium als einzigen Kandidaten mit Mehrheit gewählt wurde. Er kann seine Fachkompetenzen als Moderator, Fernsehjournalist und Organisator sicher gut gebrauchen. Seit Jahren drücken den HR erhebliche Schulden, die gilt es zu reduzieren, dabei gleichzeitig das hohe redaktionelle Niveau in den Sendungen wie z.B. der "Hessenschau" und anderen zu halten oder weiter voran zu bringen.


K+S Pipeline stößt auf Widerstadt
Die geplante Pipeline von Osthessen in den Naturpark Habichtswald stößt mittlerweile auch auf den Widerstand der Bauernverbände. K+S möchte seine Produktionsabfälle als Lösung von Osthessen mittels einer Pipeline in die Weser leiten. Ergänzend dazu ist ein Auffangbecken mitten im Naturpark Habichtswald vorgesehen. All das stößt auf den Widerstand von Anliegerkommunen und Naturschützern. Die vermeintlichen Rechte auf Genehmigungen werden mit angezweifelt. Derzeit laufen Probeborungen, um festzustellen, ob der Boden im Reinhardswald - ein touristisch interessantes und wertvolles Erholungsgebiet - für ein Salzhaltebecken geeignet ist. Inzwischen scheint auch der Kreisbauernverband Kassel grundsätzlich dazu entschlossen, das ganze Projekt abzulehnen. Die Risiken für Grund und Boden seien bereits einfach zu hoch, heißt es.



Museumspreis für den PS. Speicher
Der PS. SPEICHER Einbeck erhält den mit 10.000 Euro dotierten Museumspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung für außergewöhnliches privates Engagement für Museen.
Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Stefan Beumer, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Einbeck, den Preis an den Stifter und Vorsitzenden des Stiftungsrats der Kulturstiftung Kornhaus Karl-Heinz Rehkopf. Dr. Sabine Michalek, Bürgermeisterin der Stadt Einbeck, und die Stellvertretende Landrätin des Landkreises Northeim, Gudrun Borchers, sprachen anlässlich der Preisverleihung Grußworte.

In ihrer Laudatio betonte Eske Nannen, Mitglied der Jury und Geschäftsführerin der Kunsthalle Emden: „Der PS.SPEICHER in Einbeck ist ein noch junges Beispiel für vorbildliches Mäzenatentum und ein gelingendes, ideenreiches Museumskonzept, das sich an neuesten Maximen der Ausstellungspräsentation orientiert und von aktuellster Technik profitiert. Das Besondere dieses Hauses, das sich trotz seines gerade einmal einjährigen Bestehens bereits für den Museumspreis empfiehlt? Hinter Lebendigkeit, Spannung und Moderne erkennt man das durchdachte Konzept eines engagierten Stifters und seines Teams und sieht eine pfiffige Präsentation.“
Dr. Sabine Schormann, Stiftungsdirektorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, fügte hinzu: „Wir gratulieren dem PS.SPEICHER Einbeck von Herzen für die hervorragende museale Arbeit und hoffen, dass dieser Preis dazu beiträgt, ihn auf seinem eingeschlagenen Weg zu bestärken – auch als Beispiel, Vorbild und Motivator für andere Museen in Niedersachsen und darüber hinaus.“